Redesign Vitrine – Prototyp

 

Die mittlerweile legendäre Tischvitrine der St.Galler Stiftsbibliothek wird mittelfristig ersetzt. Formal soll sich die neue Vitrine möglichst am Original anlehnen, funktional muss sie Neues können: Den heutigen konservatorischen Ansprüchen genügen, den Büchern mehr Platz geben, eine künstliche Beleuchtung integrieren und eventuell die ärgsten Temperaturschwankungen auffangen.

 

Foto: st. das

Textilmuseum St.Gallen

 

Im Jubiläumsjahr des Frauenstimmrechts in der Schweiz reiht sich das Textilmuseum mit der Ausstellung «Robes Politiques – Frauen Macht Mode» in ein landesweites Festprogramm ein. Die Ausstellung untersucht die Präsentation und Interpretation politischer weiblicher Macht seit dem 17. Jahrhundert anhand der Kleidung von berühmten und teilweise auch berüchtigten Politikerinnen. Die Szenografie nimmt die sechs thematischen Module auf und lässt (mal weniger, mal mehr) subtil fünf Bild- und Lebenswelten anklingen. Die Grafik kommt von Michael Schoch, der Trickfilm im Treppenhaus von Maja Gehrig.

 

Foto: Michael Schoch, st. das

Interaktive Stationen

 

Im neuen Betriebskonzept verzichtet die Filiale in Herisau auf den klassischen Schalterbetrieb und geht noch einen Schritt weiter. Vier interaktive Stationen im Eingangsbereich helfen den Berater*innen dabei, herauszufinden, was die Kund*innen wünschen. Eine Art Näh- oder Schmuckkiste und ebenfalls speziell angefertigte Objekte wiederum helfen im persönlichen Gespräch, das genossenschaftliche Modell näher zu bringen. Die Stationen, Objekte und internen Abläufe wurden in vielen Gesprächen gemeinsam ausgeheckt – es sind sich täglich im Einsatz befindende Werkzeuge entstanden, die sich durch die Interaktion und teils auch persönliche Interpretation weiter entwickeln; Design ist noch immer unsichtbar. Die Illustrationen sind von Nino Christen, die Architektur von Plan B Architekten.

 

Foto: Daniel Ammann

Bibliothek in der Hauptpost

 

Neuerdings macht die Tour mit den «Schönsten Schweizer Bücher» in der St.Galler Publikumbibliothek halt. Zusätzlich werden auch die prämierten Bücher aus Deutschland und Österreich gezeigt. Drei hängende Möbel reagieren auf die Raumverhältnisse, gliedern die Inhalte und bieten die Möglichkeit, die Ausstellung mit weiterführenden Infos zu ergänzen. Die Ausstellungsgrafik kommt von TGG.

 

Fotos: st. das

Sitterwerk St.Gallen

 

Für jeden komplexeren handwerklichen Handgriff findet sich ein im Netz ein Video mit einer mehr oder weniger schlüssigen Anleitung. Diesem eigensinnigen Genre nimmt sich die Ausstellung im Sitterwerk an: Zehn Kunstschaffende und Institutionen (Michael Bodenmann, Eva Brugger, Digitale Werkstatt der Kunstgiesserei St. Gallen, Eisenbibliothek, Roman Gysin, Michael Marriott, Ralph Michel, Emanuel Signer und Seraina Winzeler, Susanne Triller und Christa Wyss) interpretieren je eine Anleitung in einer grossen gemeinsamen Projektion. Drei Videoarbeiten von Raphael Hefti, Camille Henrot und Elizabeth Price ergänzen das Feld und eine Sammlung von Anleitungsvideos erweitern längerfristig die Bibliothek des Sitterwerks. Die Szenografie – in Zusammenarbeit mit Lukas Brusch – ist ein einfacher textiler Eingriff, der die ikonografische Architektur des Sitterwerks für die Ausstellung unterbricht und den Blick auf neue Details und Ecken leitet. Die Ausstellungsgrafik stammt von Data-Orbit.

 

Foto: Katalin Deér